In diesen Tagen ist beim Verlag Data Becker in der neuen Reihe “Alles Wichtige zu…” mein Facebook-Buch erschienen. Etwa ab März habe ich mich intensiv mit Mark Zuckerbergs sozialem Netzwerk befasst und tummle mich seitdem auch dort. Wenn auch mit eher geringem Aktivitätsgrad und immer noch vorhandener Skepsis. Natürlich ist es toll, dass man als Privatmensch über diese virtuelle Plattform mit Bekannten aus der Realwelt in Kontakt bleiben kann – besonders dann, wenn sich “echte” Treffen aufgrund räumlicher Trennung schwer arrangieren lassen. Aber der konkrete Nutzen hält sich für mich in Grenzen. Und die Frage bleibt, ob eine Facebook-Teilnahme die vielfältigen Datenschutzrisiken wirklich wert ist. Im Buch versuche ich, dem interessierten Leser die Gefahren bewusst zu machen und ganz konkret zu zeigen, wie er seine Privatsphäre und seine Daten schützen kann. Gleichzeitig habe ich versucht, alle die vielen Features und versteckten Eigenschaften zu zeigen, die man als Facebooker kennen sollte. Denn die Dokumentation bzw. Bedienungsanleitung für Facebook ist – um es milde auszudrücken – unübersichtlich.
Trotz aller Zweifel fühle ich mich immer mehr in der Annahme bestätigt, dass Facebook quasi das neue Internet ist. Zumindest wird es durch das Nutzerverhalten einer recht breiten Mehrheit dazu. Das bedeutet aber für jeden, der für ein Unternehmen oder eine Organisation die Kommunikationsmaßnahmen betreibt, dass man dem potenziellen Kunden zunehmend nur noch auf Facebook begegnet. In der Praxis bedeutet das zunächst, dass eine sehr genaue Zielgruppenanalyse nötig ist, aus der sich ein detailliertes sozio-demographisches Profil ergibt. Dieses Profil muss dann daraufhin überprüft werden, in welchem Maße es sich mit dem sozio-demographischen Durchschnitt der Facebook-User deckt. Gerade im B2C-Bereich wird es in den meisten Fällen so sein, dass sich ein signifikant hoher Anteil potenzieller und existierender Kunden auf Facebook sind. Ergo muss das Unternehmen ebenfalls auf Facebook vertreten sein.
Es reicht aber auf keinen Fall, einfach schnell eine Seite aufzumachen bzw. aufmachen zu lassen, deren Inhalt mehr oder weniger die Inhalte der Unternehmens-Website spiegelt. In Facebook geht es um Kommunikation zwischen Individuen. Und so muss ein Unternehmen, das seiner Zielgruppe auf Facebook begegnen will, dort aktiv und mit attraktiven Angeboten auf diese Personen zugehen. Nur dann lohnt sich der Facebook-Auftritt, nur dann kann Facebook als Plattform für Online-PR und mögliche Viral-Marketingaktionen genutzt werden.
[...] handelt es sich um eine grundsätzlich überarbeitete, aktualisierte und erweiterte Version dieses Titels aus dem Vorjahr. Entstanden ist das Manuskript bereits im Frühjahr, Mitte Mai ging es ins [...]