Jens Scholz hat auf Meedia einen hoch interessanten Artikel über die wahre Bedeutung von Friends und Followern veröffentlicht. Seine Hauptthese: Die nackten Zahlen bei Facebook, Twitter und anderen sozialen Netzen geben wenig Aufschluss darüber, ob und in welchem Maße solche Friends und Follower wirklich aktiv sind. Tatsächlich kostete es ja nur einen Klick auf den “Gefällt mir”-Button, um Fan einer Seite zu werden. Ob der so registrierte User aber jemals wieder auch nur einen Blick auf diese Seite wirft, kann niemand vorhersagen und nur der Administrator der Seite beurteilen. Denn dem liefert Facebook ja genau die gewünschten Aktivitätsdaten. In diesen Tagen wird das Prinzip der Facebook-Page-Fans einem großen Realitätstest unterzogen. Die Aktivisten der Pro-Guttenberg-Fraktion auf Facebook hat zu realen Demonstrationen aufgerufen. Wie viele Menschen von den fast 500.000 Seiten-Fans tatsächlich auf die Straßen gehen werden wird Rückschlüsse darauf erlauben, welches Maß an Aktivität ein Like-Klick hervorruft.
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Der Mythos der Masse
Neu: Alles Wichtige zu Facebook
In diesen Tagen ist beim Verlag Data Becker in der neuen Reihe “Alles Wichtige zu…” mein Facebook-Buch erschienen. Etwa ab März habe ich mich intensiv mit Mark Zuckerbergs sozialem Netzwerk befasst und tummle mich seitdem auch dort. Wenn auch mit eher geringem Aktivitätsgrad und immer noch vorhandener Skepsis. Natürlich ist es toll, dass man als Privatmensch über diese virtuelle Plattform mit Bekannten aus der Realwelt in Kontakt bleiben kann – besonders dann, wenn sich “echte” Treffen aufgrund räumlicher Trennung schwer arrangieren lassen. Aber der konkrete Nutzen hält sich für mich in Grenzen. Und die Frage bleibt, ob eine Facebook-Teilnahme die vielfältigen Datenschutzrisiken wirklich wert ist. Im Buch versuche ich, dem interessierten Leser die Gefahren bewusst zu machen und ganz konkret zu zeigen, wie er seine Privatsphäre und seine Daten schützen kann. Gleichzeitig habe ich versucht, alle die vielen Features und versteckten Eigenschaften zu zeigen, die man als Facebooker kennen sollte. Denn die Dokumentation bzw. Bedienungsanleitung für Facebook ist – um es milde auszudrücken – unübersichtlich. [ weiterlesen... ]
Facebook ist das nächste Internet
Wenn Google und Verizon nun die Trennung der Intranetinfrastruktur in einen offenen, kostenlosen und einen geschlossenen, kostenpflichtigen Arm vorschlagen, dann hinken sie damit einer jetzt schon sichtbaren Entwicklung hinterher. Denn Facebook wird das nächste Internet. Ja, für Millionen User ist es das jetzt schon. Im Zuge der Arbeit an meinem Facebook-Buch habe ich natürlich auch mit vielen, vielen Mitgliedern dieses gigantischen sozialen Netzwerks korrespondiert. Gerade unter den so genannten “Silver Surfern”, die im fortgeschrittenen Alter von 50+ das Internet entdecken, nimmt Facebook jetzt schon oft die Rolle des World Wide Web ein. [ weiterlesen... ]
In Arbeit: Ein Facebook-Buch
Seit etwas über einer Woche arbeite ich an einem Sachbuch zum Thema “Facebook“. Das hat mir bereits einigen Kollegenspott eingetragen, der vorwiegend nach einem Motto angelegt ist, in dem ein Zug vorkommt und jemand, der aufspringt. Tatsächlich trage ich mich aber schon seit fast zwei Jahren mit dem Gedanken über die populären sozialen Netze zu schreiben. Aber als der Hype um Twitter und Facebook lawinenartig anschwoll, wollte ich nicht Teil dieser medialen Maschine sein. Schließlich habe ich mehrfach öffentlich Kritik an den Social-Media-Missionaren geäußert, die das Thema hochjubeln, um schließlich als Berater dran zu verdienen. Von deren Beratung haben Lieschen und Otto Normaluser nämlich wenig. So kam das Angebot des Verlags Data Becker gerade richtig, ein Buch zu Facebook zu schreiben, das sich inhaltlich und stilistisch strikt an den Leserbedürfnissen und deren Vorwissen orientiert. Eine “journalistische Schreibe” wurde dezidiert erbeten. Da mochte ich dann nicht mehr Nein sagen. [ weiterlesen... ]