Seit Anfang des Jahres befasse ich mich mit Google-Applikationen. Dies nicht nur aus reiner Neugier, sondern auch aus praktischen Gründen. Bei einigen Kunden kann ich so vor Ort an Dokumenten arbeiten, die ich sonst vor der Fahrt dorthin auf das Net- oder Notebook bzw. einen USB-Stick kopieren müsste. Stattdessen lege ich neue Dokumente im Zusammenhang mit Kundenprojekte – deren Zustimmung vorausgesetzt – gleich mit Google Text & Tabellen an. So werden sie in der Google-Wolke gespeichert und sind jederzeit und an jedem Ort über einen beliebigen Webbrowser zu öffnen, zu lesen und zu bearbeiten. Lästiges und vor allem fehlerträchtiges Synchronisieren entfällt. Bewährt hat sich die Arbeit in der Google-Wolke aber zuerst in Sachen “Terminkalender“. Da ich schon seit langem nicht mehr mit Microsoft Outlook arbeite, gab es immer Probleme damit, Termine zwischen den verschiedenen Rechnern und dem Mobiltelefon zu synchronisieren. Auf dem stationären PC setze ich auf Mozilla Thunderbird als Mail-Client, erweitert um den Kalender namens Lightning. Ein Lightning-Kalender lässt sich aber nur mithilfe kostenpflichtiger Tools zuverlässig mit dem Nokia 6300 abstimmen. Und da sind da noch die beiden portablen Computer… [ weiterlesen... ]
Ganz Google ist eine Wolke
RB twittert nicht mehr
Kaum sieben Monate habe ich nun an diesem vielgehypten sozialen Medium namens Twitter aktiv partizipiert. Nun bin ich wieder raus. Twitter hat mir keinerlei Nutzen gebracht, und ich kann mir auch für kaum einen Anwender einen ernsthaften und vor allem nachhaltigen Nutzen vorstellen. Am interessantesten fand ich noch den Twitter-Strom, den die AIDA-Cruises rund um Stapellauf und Taufe der neuen AIDAblu anbot. Inzwischen twittern die aber auch nur noch Verweise auf Facebook und die eigene Website. Ein großer Moment war die Twitterei der verschiedenen Organisationen, Aktivisten und Demonstranten rund um die verhinderte Nazi-Demonstration im Februar in Dresden. Aber schon rund um die Aktionen am 1. Mai in Berlin funktionierte Twitter nicht mehr als zuverlässiges Nachrichtenmedium – der Live-Ticker, den die taz anbot, war informativer und genauer. Ärgerlich sind viel der Tweets, die von den notorischen Social-Media-Missionaren abgesetzt werden – diese Beiträge ähneln in Sprache und Intention sehr dem, was Kirchen und Sekten twittern. [ weiterlesen... ]
Neu: Ein Website-Kochbuch
Von Mitte Juli bis Ende Oktober arbeitete ich an einem neuen Buchprojekt. Unter dem Arbeitstitel “Website-Kochbuch” ist ein Buch entstanden, das vollgestopft ist mit dem Know-how, das Selbstständige, Freiberufler und Inhaber kleiner und mittlerer Unternehmen brauchen, wenn eine neue, zeitgemäße Website entstehen soll. Viele Dienstleister rund um den Bau und die Pflege von Unternehmens-Websites beklagen, dass ihre Auftraggeber oft überhaupt keine Ahnung davon haben, wie sie ihre Vorstellungen vom neuen Internetauftritt formulieren sollen. Nicht wenige Unternehmer fühlen sich im Gegenzug von Dienstleister oder eigenen, web-kundigen Mitarbeitern nicht ernstgenommen. Das Verhältnis zwischen Firmen und Web-Agenturen ist bisweilen von deutlichem Mißtrauen geprägt. Da aber eine Website mit perfekter Usability und optimalem Angebot an Content und Funktionen für fast jedes Unternehmen ein wichtiger Baustein des Marketings ist, soll das Kochbuch Abhilfe schaffen. [ weiterlesen... ]
Diskussionsforen: Stiefkinder der Online-PR
Der Branchenverband Bitkom ermittelte im Rahmen seiner jährlichen Studie im Jahr 2008, dass 17 Prozent aller Internetuser an mindestens einem Forum beteiligt sind. Das entspricht immerhin rund 12 Millionen Bundesbürger – bei steigender Tendenz. Dagegen nehmen sich die knapp 4 Millionen Facebook-Konten hierzulande eher bescheiden aus; ganz zu schweigen von den angeblich 1,8 Millionen Twitter-Nutzern. Während aber um diese Bestandteile des Social-Media-Kosmos’ ein schier unerträglicher Hype wie seinerzeit im Falle von Second Life veranstaltet wird, bleiben die guten, alten Diskussionforen im Schatten. [ weiterlesen... ]
RB twittert
Zugegeben: Der extreme hiesige Hype, der von zwei Handvoll Journalisten und Web-Aktivisten rund um den Jahreswechsel 08/09 betrieben wurde, hat mich skeptisch gemacht, was Bedeutung und Nutzen von Twitter angeht. Obschon ich dort bereits im Februar 2008 einen Account eröffnet hatte, habe ich in der Zwischenzeit weder getwittert, noch bin ich irgendwelchen Twitterern gefolgt. Als Mensch des gebundenen Wortes schien mir allein schon die Beschränkung auf 140 Zeichen Indiz genug dafür, dass mehr als Banalitäten mit dem Dienst nicht zu kommunizieren sind.
Vor gut zwei Wochen haben ich mich selbst davon überzeugt, dass man selbst über Gehyptes nur negativ reden und schreiben sollte, wenn man es zumindest eine kurze Zeit ausprobiert hat. Also twittere ich nun unter Rainersacht. Wie lange das Experiment dauern wird, ist offen. Ich merke aber schon nach kaum einer Woche, dass kaum ein Anlass geeignet ist für einen sinnvollen Tweet – das gilt zumindest für mich und mag bei anderen Menschen anders sein. Man wird sehen.