Vor über zehn Jahren habe ich die Erzählung „Jede Hoffnung“ veröffentlicht. Jetzt gibt es die neue überarbeitete Fassung unter dem Titel „Alle Hoffnung“.
Und darum geht’s: Walter hat Rosi verloren. Nach über vierzig Jahren Ehe. Weil er nicht weiß, was er tun soll, macht er eine Reise. Nicole, seine älteste Tochter, ist skeptisch. Sein Sohn Martin interessiert sich nicht. Und Marie, das Nesthäkchen, ist schon vor Jahren abgehauen. Auf der Insel lernt Walter Gwen kennen. Sie verlieben sich ineinander, der alte Mann aus Deutschland und die junge Frau von Dominica. Sie will eine Zukunft, und er will noch einmal Hoffnung schöpfen. Es kommt etwas dazwischen. Und keiner weiß, wie es weitergeht.[Lesezeit ca. 2 min] „Alle Hoffnung – eine unmögliche Liebesgeschichte: Jetzt bestellen!“ weiterlesen

Nun ist mein Roman schon fast ein Jahr alt. „Bleiben“ liegt jetzt in der dritten, korrigierten Auflage vor. Bei meinen beiden Korrekturlieferantinnen Marlies und Heide bedanke ich mich ganz herzlich.



Weiter auseinander konnten Meinungen kaum liegen als die zwischen Siw und ihm. Der Seminarleiter ordnete eine Pause an, um zu verhindern, dass aus dem Disput ein handfester Streit wurde. Unbeabsichtigt trafen sie sich in der Teeküche oben auf der Empore. Sie beobachtete ihn, wie er mit einer Kanne und dem Wasserkocher hantierte.
Ich war noch nie in Montreux, und ich werde wohl nicht mehr dorthin kommen. Seit ich Smoke on the Water gehört habe, wollte ich immer zum Festival nach Montreux. Es hat sich nicht ergeben. Zu gern hätte ich dort Frank Zappa und Deep Purple gesehen und gehört. Aber als die dort spielten und das Casino abbrannte, war ich noch zu jung, um dorthin reisen zu können. Außerdem faszinierte mich, dass es sich um ein Jazz-Festival handelte. Ich hatte Jazz-Musik beim Onkel kennengelernt. Der hatte eine riesige Musiktruhe mit Radio und einem Plattenspieler, auf dem er die alten 78er, aber auch schon die neuen Singles abspielen konnte, Langspielplatten allerdings nicht. Seine Sammlung an Jazz-Platten war gewaltig. Als ich einmal übers Wochenende bei ihm und der Tante war, habe ich versucht, die Scheiben zu zählen; es waren wohl fast tausend Stück. [