Leseprobe: Alle Hoffnung – eine unmögliche Liebesgeschichte (die letzten 10 Seiten)

Gwen über die Karibik
Wir kriegen viel mit von der Welt, auch wenn es so aussieht, als hätten die karibischen Inseln mit allem, was sonst noch so auf dem Globus passiert, wenig zu tun. Das liegt daran, dass viele von uns nach Amerika gehen oder nach Europa. Jeder hat Verwandte in den USA, in England oder in Frankreich. Und dann sind da ja auch noch die Touristen. Gut, viel Kontakt zu denen gibt es nicht. Die Leute, die mit Kreuzfahrtschiffen kommen, die bleiben meist nur einen Tag, steigen morgens ab, lassen sich zu irgendeinem Strand fahren und kehren abends zurück. Andere verbringen ein oder zwei Wochen in einem Ressort, das von hohen Zäunen umgeben ist. Da kommen nur die Einheimischen rein, die da arbeiten.

Bonny ist Beamtin beim Tourismusministerium auf Dominica. Sie sollte vor ein paar Jahren einmal eine Befra-gung unter den Gästen durchführen, die mit den Schiffen nach Roseau kommen. Sie stellte sich zusammen mit einer Kollegin auf die Pier, sie hatten Fragebögen dabei. Als die Leute von Bord gingen, blieb niemand stehen und ließ sich befragen. Bonny sagt, wahrscheinlich haben die Angst vor uns, vielleicht halten sie uns für gefährlich oder so was. Ich glaube eher, dass die keine Zeit haben im Urlaub, weil sie ja viel Geld für so eine Reise bezahlen und viel sehen wollen. Ich kenne nur Europäer, die auch hier leben. Außer Walter, und der kommt aus Deutschland. Von Deutschland wusste ich überhaupt nichts. Aber Walter erzählte mir an diesem Nachmittag von seinem Land. Dass es dort die Tage im Sommer länger wären als hier und im Winter kürzer. Dass es im Winter nie hell würde. Ich stellte mir das furchtbar vor, und plötzlich verstand ich, warum die Menschen aus Europa zu uns kommen. Geld genug haben sie. Mir kommt es so vor, dass sie trotzdem nicht glücklich sind. Vielleicht weil sie nicht wissen, was sie mit dem Geld machen sollen, das übrigbleibt, wenn sie Essen und Kleidung gekauft und die Ra-ten für ihre Häuser und Autos bezahlt haben. Ich wüsste genau, was ich täte. Ich würde so lange sparen, bis ich mir ein Hotel kaufen könnte. Aber nach Europa reisen würde ich bestimmt nicht. Wozu? „Leseprobe: Alle Hoffnung – eine unmögliche Liebesgeschichte (die letzten 10 Seiten)“ weiterlesen

Leseprobe: Alle Hoffnung – eine unmögliche Liebesgeschichte (die ersten 10 Seiten)

Walter über das Reisen
Dass mir das noch passieren würde. Sie strahlte mich an, weiße Zähne, schwarze Augen. Sie lächelte mich mit einer Liebe an, die ich gerne früher gesehen hätte, als ich noch jung war. Mir war nicht klar, ob ich das aushalten würde. Vielleicht hatte ich aber auch darauf gehofft, dass diese Reise eine unerwartete Wende bringen würde.

Auf das Ziel bin ich zufällig gestoßen. Einmal im Leben wollte ich in die Karibik. Mit Rosi war ich immer nach Skan-dinavien gefahren, nach Dänemark mit den Kindern, nach Schweden und Norwegen allein. Sie hatte eine Art Allergie gegen den Süden, nein, keine Sonnenallergie, auch keine nachweisbaren Probleme mit der Hitze, einfach ein Unwohl-sein, das sie entdeckte bei unserem einzigen Urlaub an der Costa Brava, den wir nach sechs Tagen abbrachen, weil es ihr schlecht ging.
Es war auch okay, all die Jahre in den Norden zu fahren, ich habe nichts vermisst. Aber jetzt, wo Rosi tot ist, musste ich es ausprobieren. Die Reise hatte ich mir von meiner Tochter zusammenstellen lassen, die arbeitet in der Touris-musbranche. Was wirst du denn da machen, zwei Wochen lang? Ich werde mir ein Motorrad mieten und kreuz und quer über die Insel fahren. Aus verschiedenen Gründen hatte ich mir Guadeloupe ausgesucht. Ich stellte mir vor, dass es da sein würde wie in Südfrankreich, nur eben mit einem an-deren Klima. In ganz jungen Jahren bin ich einmal mit ein paar Biker-Freunde bis nach Saint Tropez gekommen, eher zufällig, und es hatte mir ganz gut gefallen da, obwohl wir gerade mal eine Nacht dortblieben und dann vom Ehrgeiz getrieben, in den wenigen Tagen unserer Tour möglichst viele Kilometer abzureißen, weiterfuhren. „Leseprobe: Alle Hoffnung – eine unmögliche Liebesgeschichte (die ersten 10 Seiten)“ weiterlesen

Alle Hoffnung – eine unmögliche Liebesgeschichte: Jetzt bestellen!

Vor über zehn Jahren habe ich die Erzählung „Jede Hoffnung“ veröffentlicht. Jetzt gibt es die neue überarbeitete Fassung unter dem Titel „Alle Hoffnung“.

Und darum geht’s: Walter hat Rosi verloren. Nach über vierzig Jahren Ehe. Weil er nicht weiß, was er tun soll, macht er eine Reise. Nicole, seine älteste Tochter, ist skeptisch. Sein Sohn Martin interessiert sich nicht. Und Marie, das Nesthäkchen, ist schon vor Jahren abgehauen. Auf der Insel lernt Walter Gwen kennen. Sie verlieben sich ineinander, der alte Mann aus Deutschland und die junge Frau von Dominica. Sie will eine Zukunft, und er will noch einmal Hoffnung schöpfen. Es kommt etwas dazwischen. Und keiner weiß, wie es weitergeht.

Und das sagten damals Leser:innen dazu:

Diana Prahl: Das Buch war echt lesenswert. Eigentlich ist die Konstellation der Liebenden fragwürdig und trotzdem haben sie meine Sympathie. Gut finde ich die Ansichten der unterschiedlichen Erzähler.

Stephan Knapp: Gut konstruiert, kaum kitschig, ziemlich glaubwürdig und durch die Schilderungen der einzelnen Personen eine sehr interessante Perspektive.
Sehr kurzweilig, absolute Empfehlung.

Amazon-Kunde: Auf den ersten Blick eine schräge, unwahrscheinliche Liebesgeschichte. Auf den zweiten Blick die Lebensbeichte eines alten Mannes ohne Zukunft. Und auf den dritten Blick ein Familienporträt über einen Zeitraum von vierzig Jahren. Der Autor hat viele Perspektiven in diesen Roman gesteckt und gleichzeitig kein Gramm Text zu viel benutzt. Kurz gesagt: Ein melancholisch-schönes Leseerlebnis.

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Ihr könnt die Erzählung „Alle Hoffnung“ direkt hier im Shop, im BoD-Buchshop bestellen oder überall, wo man Bücher kaufen kann – bevorzugt natürlich im guten alten Buchladen:

Rainer Bartel
Alle Hoffnung – eine unmögliche Liebesgeschichte
ISBN-13: 978-3695713998
ISBN-10: 3695713992

Ich freue mich nicht nur über eure Käufe, sondern auf eure Kommentare und Meinungen zum Buch.

Bleiben – ein Heimatroman: Betteln um Bewertungen und Rezensionen

Nun ist mein Roman schon fast ein Jahr alt. „Bleiben“ liegt jetzt in der dritten, korrigierten Auflage vor. Bei meinen beiden Korrekturlieferantinnen Marlies und Heide bedanke ich mich ganz herzlich.

So langsam lerne ich, wie man als sogenannter „Selfpublisher“ Marketing für seine Bücher betreiben kann. Der wichtigste Baustein ist die Rezension (samt Bewertung).

In diesem Sinne möchte ich alle Leserinnen und Leser bitten, vielleicht doch einmal auf Amazon eine Besprechung und ein paar Sterne zu hinterlassen. Danke im Voraus!

Leseprobe: Bleiben – ein Heimatroman (die letzten 10 Seiten)

Traurig macht sie schon lange, dass Willy, der Postbote, seit Jahren nicht mehr kommt. Denn der war immer gekommen, der war nie gealtert, der sah immer so aus, wie sie ihn mit dem Umzug ins eigene Haus kennengelernt hatte. »Wo hat Willy eigentlich gewohnt?«, fragt sie sich. Hat er überhaupt irgendwo gewohnt? Es war bekannt, dass er nicht nur jede Ansichtskarte las, bevor er sie zustellte, sondern manchen Brief über Dampf öffnete, ihn las und dann wieder verschloss. So war Willy immer über alles informiert, was die Menschen in seinem Bezirk betraf. [Lesezeit ca. 9 min] „Leseprobe: Bleiben – ein Heimatroman (die letzten 10 Seiten)“ weiterlesen

Leseprobe: Bleiben – ein Heimatroman (die ersten 10 Seiten)

Margarete im Krieg
Morgens um fünf schaltete Grete wie jeden Tag das Kofferradio in der Küche ein, während sie den ersten Kaffee kochte. Da war in den Nachrichten von einer militärischen Operation die Rede. Erst den Wetterbericht hörte sie sich aufmerksam an. Beim Mittagessen stellte sie fest, dass ihr altes Rundfunkgerät keine UKW-Sender mehr empfing. Nur über die Kurzwelle kamen Stimmen in fremder Sprache rein und eine Art Musik, die sie nie zuvor gehört hatte. [Lesezeit ca. 9 min] „Leseprobe: Bleiben – ein Heimatroman (die ersten 10 Seiten)“ weiterlesen

Bleiben – ein Heimatroman: Jetzt bestellen!

Endlich ist er da, mein Heimatroman rund um Grete, die am Moor geboren ist und immer dort leben wird.

Ihr könnt ihn direkt bei mir im Shop bestellen oder überall, wo man Bücher kaufen kann – bevorzugt natürlich im guten, alten Buchladen:

Rainer Bartel
Bleiben – ein Heimatroman
ISBN-13: 9783819276132
ISBN-10: 3819276130

Ich freue mich nicht nur über eure Käufe, sondern auf eure Kommentare und Meinungen zum Buch.